Autoexport - das gibt es zu beachten

Altautoexport

Immer mehr Fahrzeughalter entscheiden sich für den Export des eigenen Gebrauchtwagens. In Deutschland wird mittlerweile jedes fünfte Fahrzeug für eine Ausfuhr angemeldet und das nicht ohne Grund: nahezu jedes Auto findet im Ausland noch einen Abnehmer. Hier erfahren Sie, was einen Autoexport attraktiv macht. Des Weiteren haben wir hilfreiche Tipps, wie Sie mögliche Risiken vermeiden können. 

Das Exportgeschäft

Der grundlegende Vorteil eines Exports liegt darin, dass die Automarke und das Baujahr für den Verkauf nicht von Belang sind. Prinzipiell ist jedes Fahrzeug für einen Export geeignet. Je nach Zustand und Alter gelangt ein Kfz in eine andere Region. Häufig werden besonders schrottreife Autos in ferner gelegene Regionen verschifft, wohingegen gut gepflegte Pkws in die deutschen Nachbarländer überführt werden. Bei einem Export erzielen auch Fahrzeuge mit offensichtlichen Schäden und einem geringen Restwert noch gute Preise. Während solch ein Wagen hier schnell beim Fahrzeugverschrotter landet, sieht ein Abnehmer im Ausland in diesem noch einen großen Wert. Dort wird häufig wenig Mühe und Geld in die Pflege eines Autos investiert. Die deutschen Maßstäbe für eine fachgerechte Reparatur und Instandhaltung sind im Ausland kein Standard. Daher erfreut sich ein Abnehmer auch an einem 15 Jahre alten Wagen mit einer Laufleistung von über 250.000 Kilometern. Verschlissene, beschädigte Fahrzeuge müssen in Deutschland zwangsläufig repariert werden, da sonst nach höchstens zwei Monaten die Betriebserlaubnis erlischt. Ein weiterer Vorteil bei einem Export ist der Ausschluss der Gewährleistung. Viele Gebrauchtwagenhändler verweigern sich, diese bei einem Verkauf zu übernehmen. In solch einem Fall müssen Sie für die Gewährleistung aufkommen, was besonders bei alten Fahrzeugen kostspielig sein kann. Bei einem Export können Sie die Gewährleistung als Privatmann jedoch verweigern. Dadurch vermeiden Sie, dass im Nachhinein Kosten auf Sie zukommen.

So sichern Sie sich ab

Ein Handel ist in der Regel immer mit Risiken verbunden. Damit Sie beim Export Ihres Gebrauchtfahrzeuges nicht auf Hindernisse stoßen, haben wir im Folgenden die häufigsten Betrugsmaschen für Sie aufgelistet. Grundsätzlich ist es immer besser, wenn Sie zu den Verhandlungen mit einem Exporteur eine Person Ihres Vertrauens hinzuziehen. Bei Unklarheiten haben Sie dadurch immer einen Zeugen. Des Weiteren können Sie sich so bei einem persönlichen Besuch vor einem Diebstahl schützen. Betrügerische Händler tauchen bei einer Besichtigung oder Probefahrt des Fahrzeuges häufig mit einem Komplizen auf. Während Sie mit dem Händler den Verkaufspreis aushandeln, raubt sein Partner Ihr Haus aus. Haben auch Sie eine weitere Person dabei, vermeiden Sie ähnliche Situationen. Eine weitere Masche ist der Betrug durch einen Kaufvertrag. Sollte Ihnen aus dem Nichts heraus ein Kaufvertrag zugesandt werden, können Sie damit rechnen, dass es sich bei dem Händler um einen Betrüger handelt. Dieser wird Ihnen versichern, dass er an einem schnellen Geschäft interessiert ist. In der Mehrzahl der Fälle sind jedoch Daten im Kaufvertrag gefälscht. Zudem können Schwierigkeiten auf Sie zukommen, wenn Sie Ihren Wagen angemeldet verkaufen. Verlassen Sie sich nie auf das Versprechen Ihres Gegenübers, dass dieser das Fahrzeug ummeldet. Schlimmstenfalls bleiben Sie auf das Fahrzeug angemeldet, wodurch Sie auch nach dem Verkauf alle entstehenden Kosten übernehmen müssen. Sollten Sie auf einen Betrüger reinfallen, sollten Sie augenblicklich die Polizei informieren. Ihre Versicherung kann Ihnen Auskunft über Ihre Rechte geben.