Wie verkaufe ich mein verunfalltes Fahrzeug?

Verunfalltes Fahrzeug

Meistens passiert es schneller als man schauen kann: Ein Verkehrsunfall. Wurden Sie in einen Autounfall verwickelt, kommen einige Fragen auf Sie zu. Wenn Sie sich für den Verkauf Ihres verunfallten Wagens entschieden haben, gibt es einiges zu beachten. In diesem Blogartikel zeigen wir Ihnen wie Sie beim Verkauf vorgehen können und was es zu beachten gibt. 

Die ersten Schritte

Nachdem der Unfallschaden an Ihrem Fahrzeug ermittelt und fachgerecht repariert wurde, können Sie mit dem Verkauf beginnen. Dieser startet mit dem Erstellen eines Inserats. In diesem sollte der Fahrzeugzustand realitätsgetreu und detailliert beschrieben sein. Unabhängig von der Höhe des Schadens sind Sie dazu verpflichtet alle Schäden zu dokumentieren, auch wenn diese fachmännisch repariert wurden. So vermeiden Sie überflüssige Besichtigungstermine, da lediglich die Personen mit Ihnen in Kontakt treten, die wirklich Interesse an dem Fahrzeug haben. Machen Sie fälschliche Angaben, kann der Vertrag angefochten werden. Aus diesem Grund darf die Unfallfreiheit nur dann bestätigt werden, wenn sich der Verkäufer ausnahmslos sicher ist, dass das Fahrzeug in seiner gesamten Betriebsdauer unfallfrei war. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie jeden kleinen Lackkratzer erwähnen müssen. Bei einem Gebrauchtwagen sind diese ganz natürlich. Jedoch sollten die Fahrsicherheit und Straßentauglichkeit gewährt sein. Haben Sie einen potentiellen Käufer gefunden, wird dieser in der Regel eine Probefahrt mit dem Wagen machen wollen. Um das Auto gepflegt aussehen zu lassen, waschen und reinigen Sie es im Voraus. Besonders ein gepflegter Innenraum hinterlässt beim Interessenten einen guten Eindruck. Wenn Ihr Fahrzeug bereits vor der Probefahrt abgemeldet ist, sollten Sie sich für diese ein Kurzzeitkennzeichen zulegen, damit das Fahrzeug auf der Straße zugelassen ist. Dieses gilt fünf Tage lang und ist ab circa 50 Euro erhältlich. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Fahrzeug erst nach der Probefahrt abzumelden. Notieren Sie sich vor der Fahrt den Namen und die Personalausweisnummer des Interessenten und stellen Sie sicher, dass dieser einen Führerschein besitzt. Kommt ein Verkauf zustande, sollten Sie Ihre KFZ-Zulassungsstelle informieren. Dies wird Ihnen beim Ankauf eines Neuwagens nützlich sein. Wenn Sie vor dem Verkauf bereits ein neues Auto angekauft haben, müssen Sie beachten, dass die Versicherung für eine zweiwöchige Überbrückungszeit zwei Fahrzeuge duldet. Nach Ablauf dieser zwei Wochen, sollte Ihr Altwagen verkauft sein. 

Was gibt es beim Privatverkauf zu beachten?

Besonders beim Verkauf eines Unfallwagens an eine Privatperson muss der Verkäufer mit dem Misstrauen des Käufers rechnen. Vertrauen kann jedoch geschaffen werden, wenn alle Schäden mitsamt der Reparaturen wirklichkeitsgetreu dokumentiert wurden. Bestenfalls können Sie Belege und ein Unfallgutachten vorzeigen. Bezüglich des Verkaufspreises können Sie sich bei verschiedenen Gebrauchtwagenhändlern Restwertschätzungen zu Ihrem Pkw einholen. So erhalten Sie einen Eindruck zum Restwert Ihres Wagens und können basierend darauf einen angemessenen Verkaufspreis festlegen. Zudem spielt die Professionalität der Reparatur in den Verkaufspreis mit ein. Wurden alle Schäden fachgerecht durch einen qualifizierten Service behoben, kann das den Verkaufspreis etwas anheben. Der ein oder andere Unfallwagen kann dadurch mit einem Gebrauchtwagen mithalten. Um nachträgliche Unklarheiten und Missverständnisse zu vermeiden, halten Sie den Verkauf mit dem Käufer vertraglich fest. Benutzen Sie dafür am besten ein Muster für einen Kaufvertrag. Dort sind alle wichtigen Angaben enthalten. Als Verkäufer sind Sie zwar nicht zur Rücknahme eines verkauften Unfallfahrzeuges verpflichtet, jedoch gibt es einen Haken. Wurden Unfallschäden nicht dokumentiert, hat der Käufer das Recht innerhalb von zwei Wochen nach dem Ankauf vom Vertrag zurückzutreten. 

Für den Fall, dass Sie beim Unfallwagenverkauf an eine Privatperson nicht erfolgreich sind, bleibt immer noch der Verkauf an einen Gebraucht- oder Unfallwagenhändler. Diese bessern Ihr Fahrzeug entweder auf oder bauen noch funktionsfähige Teile für den Weiterverkauf aus.